Dienstag, 23. Januar 2018

Wenn Massen Medien machen





Mittlerweile weiß auch das schwächste Lichtlein im Universum wie man seine Meinung mit Hilfe eines Smartphones filmt und die Aufnahme dann anschließend auf Facebook oder YouTube veröffentlicht.
Dort werden dann Flüchtlinge zu Raubtieren und Kinder-Sendungen für den Untergang des Abendlandes verantwortlich gemacht. Und das Publikum klatscht begeistert Beifall – endlich einer der’s Maul aufmacht und sagt wie es ist - liken, teilen, liken, Herzchen-, Klatsch-Emoji.
Ob das Gesagte tatsächlich stimmt oder lediglich ein unreflektiertes Widerlich-Käuen populistischer Meinungsmacher ist, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Ja, die Populisten gehörten wieder einmal zu den Ersten, die die neuen Medien für sich entdeckt haben und diese seitdem für die eigene Propaganda missbrauchen. Nicht nur hier in Deutschland, sondern weltweit. Da wird kräftig gezündelt, um sich anschließend die Hände in Unschuld zu waschen, wenn es dann tatsächlich brennt. Viel zu viele verwechseln dabei Meinungsfreiheit mit öffentlicher Diskriminierung, Beschimpfungen und falschen Behauptungen.

Schuld daran sind nicht die sozialen Medien, sondern deren Nutzer, die nicht über das notwendige geistige und moralische Rüstzeug verfügen, verantwortungsvoll damit umzugehen. Darauf mit Zensur und Kontrolle zu reagieren, ist meiner Meinung nach das falsche Signal. Aufklärung und Schulungen wären die besseren Alternativen. Letztendlich geht es doch darum Chancen und Möglichkeiten zu entdecken, für eine „bessere“, gerechtere Welt. Noch nie war es einfacher Wissen und Informationen auszutauschen, zusammen zu arbeiten, voneinander zu lernen. Deshalb sollten wir die digitalen Plattformen nicht den Proleten, Marktschreiern, Hasspredigern und Brandstiftern überlassen.

Ich begreife das Internet nach wie vor als einzigartige Möglichkeit den eigenen Horizont zu erweitern. Das ist das wirklich Faszinierende an diesem „Internet“. Wir haben damit ein mächtiges Werkzeug in die Hände bekommen. Jetzt gilt es zu lernen, verantwortungsvoll und gestaltend damit umzugehen.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Meine Weiterbildung zum Social Media Manager - ein Zwischenbericht


Viele Betriebe haben mittlerweile erkannt, dass erfolgreiche Marketingaktionen auf den Social Media Plattformen eines größeren Einsatzes bedürfen, als das gelegentliche Posten von Fotos oder das Teilen lustiger Tierfilme. Vielmehr ist die Pflege der unterschiedlichen Kanäle und die Kommunikation mit den Usern ein Vollzeitjob der viel Engagement, Feingefühl und Präsenz erfordert. Deshalb hat die Suche nach qualifizierten Social Media Managern zur Zeit Hochkonjunktur.

Weil der Titel weder geschützt ist, noch einer besonderen Ausbildung bedarf, kann und darf sich jeder mit etwas Interneterfahrung Social Media Manager nennen. Mit den wachsenden Anfroderungen und der Vielfalt unterschiedlicher Aufgaben wird sich das sicherlich in den kommenden Jahren ändern.

Obwohl ich auf den meisten bekannten Social Media Kanälen präsent bin, kann ich von mir nicht behaupten, ich würde darin über "Management-Fertigkeiten" verfügen. Deshalb habe ich mich für eine Weiterbildung zum Social Media Manager beim Fernlehrinstitut ILS entschieden. Nach der Anmeldung im Oktober des vergangenen Jahres hatte ich einen Monat Zeit, das Angebot unverbindlich zu testen, bevor es "ernst" wurde.

Eingeteilt in 12 Einheiten werden hier die Grundlagen rund um Social Media vermittelt. Das Unterrichtsmaterial besteht lediglich aus einem Heft für jede Lerneinheit (ca. 100 Seiten). Das passwortgeschützte Onlineportal von ILS bietet zudem ein Forum um sich mit anderen Mitstudierenden auszutauschen. Darüber hinaus findet sich dort eine Zusammenfassung des Lernfortschirtts, eine Notenübersicht und Downloadmöglichkeiten der Hefte als pdf-Dateien. Mehr braucht es aber auch aus meiner Sicht nicht. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf etwas mehr als 150 Euro.

Schnell habe ich gemerkt, dass mein selbst gestecktes Ziel, jeden Monat eine Einheit zu bearbeiten, recht ambitioniert war/ist. Zumal jede Lerneinheit mit einer recht umfangreichen Einsendeaufgabe abgeschlossen werden muss. Aus diesem Grund habe ich  jede Woche zwei Stunden "Lernzeit" eingeplant.

Die erste Lerneinheit befasste sich ausführlich mit der Entwicklungsgeschichte von Web2.0 und zeigte auf, wie unterschiedlich die Aufgaben eines Social Media Managers sein können.

In der zweiten Einheit ging es rund um die Wissensvermittlung im Internet. Alternative Suchmaschinen wurden vorgestellt, Einsatzmöglichkeiten sogenannter Wikis erklärt, sowie die Open-Bewegung intensiv beleuchtet. Bereits dort habe ich festgestellt, dass ich als alter "Internetfuchs" nur einen Bruchteil der Möglichkeiten nutze. Internet ist eben mehr als Facebook und Co!

Nach Fertigstellung der zweiten Einsendeaufgabe "stecke" ich jetzt mitten in der dritten Lerneinheit zum Thema "Blog"

Mein Fazit bis dahin: Es macht Spaß, ist aber sicher nicht geeignet so nebenbei "mitgenommen" zu werden. Man muss sich schon etwas Zeit dafür nehmen.

Montag, 15. Januar 2018

Livestream - Produktpräsentation 4.0

Ein mögliches Szenario

Ein "Livestream-Szenario"

Ein Ort auf der Schwäbischen Alb bei der Müller-Maier Maschinenbau GmbH

  • 09.55 Uhr - vormittags – Kunden und Interessenten aus unterschiedlichen europäischen Ländern und sogar aus Japan loggen sich auf der Homepage der Müller-Maier Maschinenbau GmbH in einen passwortgeschützten Bereich ein. Ein Begrüßungsbildschirm kündigt den Beginn des Livestreams um 10.00 Uhr an.
  • 10.00 Uhr - Auf dem Bildschirm erscheint live der Geschäftsführer der Müller-Maier Maschinenbau GmbH, begrüßt die Zuschauer und gibt einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung. Anschließend lädt er zu einer virtuellen Betriebsbesichtigung ein. Ein kurzer Imagefilm stellt die Firma vor.
  • 10.05 Uhr - Mittlerweile hat der Chefkonstrukteur das Mikrofon übernommen und beginnt mit der Präsentation der neuen Maschine. Details werden in HD-Qualität präsentiert.
  • 10.25 Uhr - Auf dem Bildschirm erscheint noch einmal eine Zusammenfassung mit den relevanten technischen Daten.
  • 10.26 Uhr - Bereits während der Präsentation können die Zuschauer Fragen formulieren. Diese werden im Chatfenster des Computerbildschirms angezeigt und können jetzt nacheinander beantwortet werden. Detailfragen beantwortet er direkt an der Maschine.
  • 10.35 Uhr - Der Geschäftsführer bedankt sich für die Aufmerksamkeit der Zuschauer und verabschiedet sich.
  • 10.40 Uhr - Ende des ersten Livestreams.
  • 11.00 Uhr - Beginn des zweiten Livestreams für weitere Kunden und Interessenten.
  • 15.00 Uhr - Beginn des dritten Livestreams
  • Folgetag - Veröffentlichung der Aufzeichnung in den sozialen Medien.


Die verwendete Technik:

  •  3 HD-Kameras, davon zwei „stationär“ und eine „bewegliche“ Kamera
  •  1 Laptop mit installierter Streaming-Software
  •  2 Funkmikrofone
  • Beleuchtung

Personeller Aufwand:

  • 1 Regisseur / Operator
  • 1 Kameramann

…und die Kosten?

  • minimal im Vergleich zu einer Vor-Ort-Veranstaltung

Dienstag, 9. Januar 2018

Videokampagnen - die Alternative zum Imagefilm

Der neue Imagefilm ist endlich online. Echt spitze geworden. Tolle Bilder, viele Emotionen, eine sexy Sprecherstimme und dazu noch mit passender Musik unterlegt. Die Produktionsfirma hat hervorragende Arbeit geleistet.

Und trotzdem interessiert das kein Schwein! Warum nur? Ganz einfach - weil´s jeder so macht! Schauen Sie sich doch einmal um – oder besser noch, schauen Sie sich einmal 10 Imagefilme hintereinander an. Was bleibt da wohl hängen? Tolle Bilder, viele Emotionen, eine sexy Sprecherstimme und dazu noch die passende Musik. Und die Firma? Keine Ahnung. SO SIEHT´S NÄMLICH AUS – wenn alle das Gleiche machen, wird es beliebig und austauschbar.

Der klassische Imagefilm hat sicher seine Berechtigung – als Blickfang auf der Homepage, vor der Firmenführung oder als Hintergrundunterhaltung auf dem Messestand.
Aber wenn Sie das Medium „Film“ für die Neukundengewinnung oder zur Kundenbindung einsetzen wollen, gibt es andere, nachhaltigere Möglichkeiten.
Ein Beispiel aus unserer Praxis: Für das Traunsteiner Unternehmen Pohlig GmbH produzieren wir seit einigen Jahren regelmäßig Filme mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Auf der firmeneigenen Homepage werden unter anderem die Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen filmisch dargestellt, Produktneuheiten oder besondere Aktionen präsentiert.

In der Rubrik Patientengeschichten werden Patienten mit ihrer ganz persönlichen Geschichte und der besonderen Beziehung zum Unternehmen vorgestellt.

Beim Publikum kommt das sehr gut an. Das zeigen auch die Klickzahlen auf dem firmeneigenen YouTube-Kanal, die um ein Vielfaches höher sind als die der anderen Filme des Kanals.
Für das Jahr 2018 planen wir momentan die Fortsetzung dieser Videokampagne in moderierter Form.
Hier können Sie sich eine Auswahl unserer Videokampagnen anschauen: