Montag, 18. April 2016

Der Weg zum eigenen Imagefilm

Meistens soll der Film auf der eigenen Homepage gezeigt werden und dann eventuell noch bei YouTube, Facebook und einem Messestand. Und wie so ein „Filmle“, wie das im Schwäbischen gerne bezeichnet wird, bei uns produziert wird, zeige ich im Folgenden.
Was kostet so ein Imagefilm? Das ist häufig die erste Frage, die uns gestellt wird. Unsere Antwort darauf ist meistens die Gegenfrage nach den Filminhalten, gefolgt von weiteren Fragen:
  • Wo soll der Film gezeigt werden?
  • Wie lange soll der Film werden?
  • Gibt es Filmbeispiele die Ihnen besonders gut gefallen haben?
  • Welches Budget steht Ihnen zur Verfügung?
Anschließend können wir ein erstes konkretes Angebot und eine kleine Ideenskizze machen. Bei der Auftragserteilung startet dann unsere "Produktionsroutine"
  1. Drehbucherstellung. Eine Idee muss entwickelt und in Drehbuchform gebracht werden und regelmäßig mit dem Kunden abgestimmt werden. Sehr häufig wird auch noch ein Text zum Film benötigt.
  2. Planung – Locations müssen gesucht bzw. besichtigt werden, evtl. findet ein Schauspielercasting statt, die Dreharbeiten müssen so geplant werden, dass Sie in den im Kostenvoranschlag angegebenen Zeitplan passen. Ein Team wird zusammengestellt und gebucht.
  3. Dreharbeiten – meistens sind wir zu zweit – bei aufwendigeren Drehs zu dritt. Für kleinere Drehs geht aber auch schon mal der gebriefte Kameramann alleine zum Kunden.

    Die Beteiligten am Drehtag:
    1. Redakteur / Regisseur
    2. Kameramann
    3. Assistent (optional)
    4. Visagistin (optional)
    5. Schauspieler (optional)
  4. Schnitt – ein Cutter und der Regisseur/Redakteur sitzen zusammen am Schnittplatz und bringen das gedrehte Rohmaterial in Form. Hinzu kommen, falls gewünscht, 2D und 3D-Animationen.
  5. Ton – Ein professioneller Sprecher/Sprecherin wird gecastet. Der Auftraggeber bekommt anschließend Hörproben. Der ausgewählte Sprecher vertont in seinem Tonstudio den Text und schickt uns die Aufnahmen zu.
  6. Mischung – Die Sprachaufnahme wird anschließend mit der Musik unter die Bilder gemischt. Damit die Musik veröffentlicht werden darf, müssen zwingend Lizenzen erworben werden.
  7. Fertigstellung – Damit der Film auf allen Plattformen präsentiert werden kann, muss er in unterschiedliche Dateiformate gewandelt werden.
Sie sehen, auch wenn es unterm Strich vielleicht „nur“ ein 2-Minutenfilm sein soll, steckt doch einiges an Arbeit drin. Wir bezahlen alle Beteiligten einer Produktion zu fairen und aktuellen Preisen. Denn alle müssen von ihrer Arbeit leben können. Dieser Punkt ist nicht verhandelbar! Auch nicht, wenn noch weitere Jobs in Aussicht gestellt werden.
Manche unserer Kunden wünschen aber häufig auch einen Film für ein kleineres Budget.
Deshalb hier eine Beispielkalkulation für ein 1000 €-Projekt (zzgl. MwSt. und exkl. Fahrt- und Reisekosten):
  • Telefonische Vorbesprechung
  • Drehbuch für einen ca. 1 Minutenfilm
  • 4 Stunden Dreharbeiten mit 1 Kameramann und normalem HD-Kamera-Equipment
  • 4 Stunden Schnitt mit Redakteur und Cutter inkl. 2D-Logoanimation
  • Professionelle Sprachaufnahme
  • Musiklizenz
  • Formatwandlung
Zum Schluss:

Der Wert einer Filmproduktion misst sich letztlich nur daran, ob er gerne und häufig angeschaut wird und Sie als Kunde einen Mehrwert erfahren. Schließlich ist es Ihre Visitenkarte und präsentiert Sie und Ihre Leistung. Darüber hinaus spielen Bewegtbilder vor allem im Internet eine immer größer werdende Bedeutung. Deshalb ist es sehr ratsam, dem Thema „Filmproduktion“ eine große Gewichtung in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu geben.

Montag, 1. Februar 2016

Mit dem Handy filmen und schneiden

How to pimp your mobile videos!


 Der Clip wurde ausschließlich mit dem Handy gedreht und geschnitten. Egal ob du ein kleines Videotagebuch erstellen willst oder nur kurz etwas zeigen möchtest. Mit etwas Übung und einer kostenlosen App (Premiere Clip) kannst du jedes Video damit "pimpen".

 Bevor du aber losdrehst, solltest du ein paar Kleinigkeiten beachten:
  • Niemals hochkant filmen - das Auge ist daran gewöhnt, Filme im Querformat anzuschauen.
  • Schalte die Aufnahme zwischendurch immer wieder ab. Drehe lieber viele kurze Einzelclips als einen einzigen großen Clip den du später in mühevoller Kleinarbeit wieder auseinanderdröseln musst.
  • Versuche von einer Situation verschiedene Perspektiven aufzunehmen. Erst die Totale zeigen und dann etwas näher ran gehen. Im Filmbeispiel habe ich das bei unserem Hund, der sich im Dreck suhlt, so gemacht.
  • Wenn du mit dem Handy filmst, wackelt´s im Bild - das lässt sich kaum vermeiden . Damit die Aufnahmen aber trotzdem nicht ganz so schlimm herumeiern, versuche ruhig zu atmen und  fließende ruhige Bewegungen zu machen.
  • Ungewöhliche Perspektiven machen den Unterschied. Geh` ruhig mal in die Knie zum Filmen oder stell das Smartphone auf eine Mauer, ins Gras usw.
  • Erst scharf stellen, dann drehen. bei den meisten Handys musst du dafür nur mit dem Finger im Bildschirm auf den Bereich tippen, der dir besonders wichtig ist.
  • Wenn du Menschen aufnimmst, denke immer an die Persönlichkeitsrechte! Nicht jeder möchte sich später auf YouTube sehen.
  • Dasselbe gilt für die Musik. Die App "Premiere Clip" liefert extra dafür bereits ein paar lizenzfreie Musikstücke kostenlos mit.